Steigen werden aber nicht nur die Kosten, sondern auch die Zahl der mautpflichtigen Straßen und der mautpflichtigen Fahrzeuge. Da Belgien dank seiner Lage ein wichtiges Transitland für Westeuropa ist, wird man – im doppelten Sinne – nicht darum herumkommen.
Wer nicht Bescheid weiß, verliert Zeit und Geld
Belgiens neue Maut wird nun komplett elektronisch und streckenabhängig mittels On-Board-Unit (OBU) abgerechnet, die bis zum 01.04. in jedem mautpflichtigen Fahrzeug installiert werden muss. Eine entsprechende OBU ist gegen eine Kaution von 135 EUR über den Betreiber auf der Website Satellic.be oder an den Satellic Telematic Service-Points erhältlich. Unabdingbar hierfür ist der Nachweis von zulässigem Gesamtgewicht und Schadstoffklasse des zu registrierenden Fahrzeugs. Einzige Ausnahme: UTA-Kunden mit der MultiBox für Spanien/Frankreich/Portugal müssen diese nur noch für Belgien bei UTA anmelden. Erfasst wird die Maut über Mautbrücken, die flächendeckend gebaut wurden. Mithilfe dieser wird jedoch nicht nur die Maut abgerechnet, es könnten außerdem noch Gewicht, Abstand und Geschwindigkeit der Fahrzeuge gemessen werden. Das neue Mautsystem mit der sogenannten EETS-Technologie ist darauf ausgelegt, dass es sofort auch auf Pkw sowie andere Länder ausgeweitet werden könnte. Wer die neuen Regelungen nicht beachtet, wird im Falle einer Mautkontrolle für jeden Verstoß mit einer Pauschale von 1000 EUR abgestraft. Marcel Frings, Unternehmenssprecher von Europas größter Transportplattform TimoCom, hat insbesondere für Unternehmen mit mehreren Fahrzeugen einen hilfreichen Tipp parat: „Transportunternehmen sollten die OBUs gesammelt vorab bestellen und einstellen – und dies nicht dem Fahrer an der Grenze überlassen. Die Warteschlangen an den wenigen Service-Points dort könnten im April sonst ziemlich lang werden.“
10 wichtige Infos zum neuen belgischen Mautsystem Viapass